Januar 2025
LDN 1622 Boogeyman-Nebel

LDN 1622, auch als „Dark Nebula“ bekannt, ist eine Dunkelwolke im Sternbild Orion. Diese dichte Region aus Gas und Staub blockiert das Licht der dahinterliegenden Sterne und erscheint daher als dunkler Fleck vor dem helleren Hintergrund des Himmels. LDN 1622 liegt relativ nah an der galaktischen Ebene und in der Nähe des Barnard-Loops, was sie zu einem interessanten Studienobjekt für die Sternentstehung und interstellare Materie macht. Schätzungen zufolge befindet sie sich etwa 500 bis 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Ihre kontrastreichen Umrisse verleihen ihr den Spitznamen „Boogeyman-Nebel“.
NGC 1333

NGC 1333 ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Perseus, etwa 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist Teil der Perseus-Molekülwolke, einer aktiven Sternentstehungsregion, die zahlreiche junge Sterne, Protosterne und dichte Gaswolken enthält. Der Nebel zeichnet sich durch seine blaue Färbung aus, die durch das Streulicht nahegelegener junger Sterne entsteht. Aufgrund seiner turbulenten Umgebung und der zahlreichen Jets und Ausflüsse, die von den entstehenden Sternen ausgehen, ist NGC 1333 ein wichtiges Forschungsobjekt zur Untersuchung der Prozesse der Sternentstehung und der frühen Stadien stellarer Entwicklung.
Der Helix-Nebel (NGC 7293)

Der Helix-Nebel (NGC 7293) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann und gehört zu den nächsten seiner Art zur Erde. Er entstand, als ein sonnenähnlicher Stern in seiner Endphase die äußeren Gasschichten abstieß, wodurch eine farbenprächtige, ringförmige Struktur entstand. Aufgrund seines Aussehens wird er oft als „Gottes Auge“ bezeichnet. Der Helix-Nebel liegt etwa 650 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von rund 2,5 Lichtjahren. Er ist ein beeindruckendes Beispiel für die spätere Entwicklung von Sternen mittlerer Masse.
IC434, NGC2024 im Orion

IC 434 ist eine ausgedehnte Emissionsnebelregion im Orion, die durch die energiereiche Strahlung eines benachbarten Sterns zum Leuchten angeregt wird. Am bekanntesten ist IC 434 für den dunklen staubbasierten Nebel, der sich von einem markanten Stern im Zentrum erstreckt und als Pferdekopfnebel bekannt ist. Diese charakteristische Form entsteht durch das Absorbieren des Lichts durch Staubpartikel.
NGC 2024, auch bekannt als der Flammennebel, ist ein weiterer Emissionsnebel im Sternbild Orion. Er ist weniger bekannt als der Orionnebel, aber dennoch beeindruckend. NGC 2024 ist eine aktive Sternbildungsregion, in der junge, massereiche Sterne entstehen. Seine leuchtenden Gase und Staubsäulen erstrecken sich über große Entfernungen und bieten einen faszinierenden Anblick für Beobachter und Astronomen.
IC 427 IC 428

IC 427 und IC 428 sind schwache Reflexionsnebel im Sternbild Orion, die in der Nähe des Gürtelsterns Alnitak liegen. Beide Objekte sind Teil eines komplexen Nebelgebiets, das reich an interstellarer Materie ist. IC 427 ist ein diffuser Nebel, der von Sternen in seiner Nähe beleuchtet wird, während IC 428 ähnliche Eigenschaften aufweist, jedoch in einer leicht abweichenden Position zu finden ist. Sie wurden im späten 19. Jahrhundert im Rahmen des Index-Katalogs (IC) katalogisiert und sind für Astronomen vor allem wegen ihrer Beziehung zu den umgebenden Gas- und Staubwolken von Interesse.
Dezember 2024
NGC 253

NGC 253, auch bekannt als die Sculptor-Galaxie oder die Silbermünzen-Galaxie, ist eine helle Spiralgalaxie im Sternbild Bildhauer (Sculptor). Sie liegt etwa 11,4 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und gehört zur Sculptor-Galaxiengruppe. NGC 253 ist bekannt für ihre intensive Sternentstehung und zählt zu den aktivsten Starburst-Galaxien in unserer kosmischen Nachbarschaft. Aufgrund ihrer Helligkeit und relativen Nähe ist sie ein beliebtes Ziel für Amateurastronomen und kann mit einem kleinen Teleskop oder Fernglas beobachtet werden.
M42 Nebel und Running Man Nebel

M42 – Der Orionnebel
M42, auch als Orionnebel bekannt, ist ein heller Emissionsnebel im Sternbild Orion, etwa 1.344 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist eine der nächsten Sternentstehungsregionen und beeindruckt durch seine Größe und Leuchtkraft. Der Nebel enthält junge Sterne, Gaswolken und Staub und wird von heißen, massereichen Sternen im Zentrum, dem sogenannten Trapezium, erhellt. M42 ist mit bloßem Auge sichtbar und ein beliebtes Ziel für Astronomie-Enthusiasten.
Running Man Nebel
Direkt neben dem Orionnebel liegt der Running Man Nebel, eine Reflexions- und Emissionsnebelregion. Er erscheint als Silhouette einer laufenden Figur, die von den umgebenden Nebelstrukturen geformt wird. Diese Region besteht aus Staub, der das Licht benachbarter Sterne reflektiert, und ist durch ihre bläuliche Farbe sowie die kontrastreichen Formen bekannt. Der Running Man ist ein beeindruckendes Motiv in der Astrofotografie.
Der Hexenkopfnebel

Der Hexenkopfnebel (auch bekannt als IC 2118) ist ein reflektierender Nebel, der etwa 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Eridanus liegt. Sein Name leitet sich von seiner charakteristischen Form ab, die an das Profil eines Hexenkopfes erinnert. Der Nebel reflektiert vor allem das Licht des nahegelegenen, hellen Sterns Rigel im Sternbild Orion. Die bläuliche Färbung entsteht durch das Streuen von Licht an feinen Staubpartikeln, wobei blaues Licht stärker gestreut wird als rotes. Der Hexenkopfnebel ist ein beliebtes Motiv in der Astronomie und Astrofotografie aufgrund seiner markanten Erscheinung und faszinierenden Struktur.
August 2024
Messier 11

Messier 11, auch als „Wild Duck Cluster“ bekannt, ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Pfeil (Sagitta). Er wurde von Charles Messier am 3. September 1773 entdeckt und ist etwa 6.000 Lichtjahre entfernt. Mit einer geschätzten Alter von rund 220 Millionen Jahren zählt er zu den jüngeren offenen Sternhaufen. Der Name „Wild Duck Cluster“ stammt von seiner Form, die aus einer V-ähnlichen Anordnung von Sternen besteht, die an eine fliegende Wildente erinnert. Messier 11 enthält rund 2.900 Sterne und ist mit einem Durchmesser von etwa 20 Lichtjahren recht groß. Er ist mit Teleskopen gut sichtbar und ein beliebtes Ziel für Amateurastronomen.
Messier 24

Messier 24, auch als „die Sagittarius-Sternwolke“ bekannt, ist ein auffälliges Sternfeld im Sternbild Schütze. Es handelt sich um eine große, offene Sternhaufenregion, die durch ihre hohe Dichte an Sternen in einem Bereich des Himmels besticht. Messier 24 ist etwa 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 1.300 Lichtjahren. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Bereich des Himmels relativ frei von interstellarer Materie ist, was einen klaren Blick auf eine Vielzahl von Sternen und auch entfernte Galaxien ermöglicht. Der Bereich wurde 1764 von Charles Messier katalogisiert.
Der Lagunennebel und Der Triffid-Nebel

Der Lagunennebel (Messier 8) ist ein großer Emissionsnebel im Sternbild Schütze. Er ist etwa 5.000 Lichtjahre entfernt und besteht aus einem Gemisch aus Gas und Staub, das von heißen jungen Sternen zum Leuchten angeregt wird. Der Nebel hat die Form einer Lagune und enthält ein Sternentstehungsgebiet, in dem neue Sterne geboren werden.
Der Triffid-Nebel (Messier 20) ist ebenfalls ein Emissionsnebel im Schützen und befindet sich in der Nähe des Lagunennebels. Er ist etwa 5.200 Lichtjahre entfernt und zeichnet sich durch seine markante dreigeteilte Struktur aus, die ihm das Aussehen einer „Blume“ verleiht. Der Nebel besteht aus einem blauen Reflexionsnebel, einem roten Emissionsnebel und einem dunklen Staubband, das die Bereiche des Nebels trennt.
Mai 2024
Wal-Galaxie

Wal Galaxie (NGC 4631)
Die Wal Galaxie ist eine spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde. Sie erhielt ihren Namen aufgrund ihres charakteristischen Aussehens, das an einen Wal erinnert – eine lange, schmale Form mit einer ausgeprägten Wölbung, die die Galaxie wie den Körper eines Wals erscheinen lässt. Sie ist etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt und zeigt eine starke Sternentstehung in ihrer zentralen Region sowie mehrere Sternströme und ein gewaltiges Halo von Gas und Staub.
Hockey Stick Galaxie (NGC 4656)
Die Hockey Stick Galaxie ist eine weitere spiralartige Galaxie im Sternbild Jagdhunde, benannt nach ihrer auffälligen Form, die an einen Hockeyschläger erinnert. Sie liegt etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt und ist für ihre ungewöhnlich gebogene Struktur bekannt, die durch eine Wechselwirkung mit einer benachbarten Galaxie verursacht wurde. Diese Wechselwirkung hat ihre charakteristische „Hockeyschläger“-Form hervorgebracht, mit einem langen, ausgeprägten Arm, der wie der Schläger aussieht.
Markiansche Kette

Die Markiansche Kette ist eine gigantische Ansammlung von Galaxien, die sich über eine enorme Entfernung im Universum erstreckt. Sie befindet sich im südlichen Teil des Himmels und ist nach dem Astronomen Markarian benannt, der die Kette in den 1960er Jahren erstmals beschrieb. Die Markiansche Kette ist ein sogenannter galaktischer Superhaufen, bestehend aus mehreren Galaxienhaufen, die durch die Schwerkraft miteinander verbunden sind. Dieser Superhaufen ist eines der größten bekannten Strukturen im Universum und zeigt, wie Galaxien in gewaltigen kosmischen Netzwerken zusammenklumpen.
März 2024
NGC 2264

NGC 2264 ist ein auffälliges Sternbild im Winterhimmel und befindet sich im Sternbild Einhorn (Monoceros). Es handelt sich um eine offene Sternhaufenregion, die von einer ausgedehnten, leuchtenden Gas- und Staubwolke umgeben ist. Die Region ist etwa 2.600 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist bekannt für ihre Sternentstehung. Zu NGC 2264 gehört auch der „Weihnachtsbaumhaufen“, eine Ansammlung von jungen, heißen Sternen, die in einer Form an einen Weihnachtsbaum erinnern. In diesem Gebiet entstehen ständig neue Sterne, und es ist ein beliebtes Ziel für Astronomen, die nach den Prozessen der Sternentstehung forschen.
IC 405 und IC 410

IC 405 (Flaming Star Nebula)
IC 405, auch bekannt als Flaming Star Nebula, ist ein Emissions- und Reflexionsnebel im Sternbild Auriga (Fuhrmann). Er befindet sich etwa 1.500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Nebel leuchtet in rötlichen und bläulichen Farben, die durch ionisiertes Wasserstoffgas und reflektiertes Sternenlicht entstehen. Der heiße Stern AE Aurigae ist die Hauptquelle der Strahlung, die den Nebel zum Leuchten bringt.
IC 410
IC 410 ist ein Emissionsnebel ebenfalls im Sternbild Auriga, der etwa 12.000 Lichtjahre entfernt liegt. Der Nebel beherbergt den offenen Sternhaufen NGC 1893, dessen junge, heiße Sterne die umgebende Gaswolke ionisieren. Besonders bekannt ist IC 410 für zwei auffällige gasförmige Strukturen, die als „Kaulquappen“ bezeichnet werden, da sie wie kleine, mit Sternen besetzte Schwänze aussehen und Sternentstehung in dichten Gasregionen zeigen.
M 46 und M 47

M 46 und M 47 sind zwei offene Sternhaufen im Sternbild Achterdeck des Schiffs (Puppis). Beide Objekte sind etwa 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und lassen sich mit Ferngläsern oder kleinen Teleskopen beobachten.
M 46 ist ein reichhaltiger und kompakter offener Sternhaufen mit etwa 500 Sternen. Er ist etwa 300 Millionen Jahre alt und bietet einen besonderen Anblick, da sich in seinem Bereich der planetarische Nebel NGC 2438 befindet. Dieser Nebel gehört jedoch nicht zum Haufen, da er sich in einer anderen Entfernung befindet.
M 47 ist im Vergleich zu M 46 weniger dicht, aber heller und enthält etwa 50 Sterne. Dieser Sternhaufen ist jünger (ca. 78 Millionen Jahre alt) und erscheint in der Beobachtung dominanter, da seine hellen Sterne weniger verstreut sind.
Beide Haufen bilden einen schönen Kontrast, da sie nahe beieinander am Himmel liegen und dennoch unterschiedliche Eigenschaften besitzen.